Eine neue kleine Video- Serie der Bundesstiftung Baukultur macht komplexe baukulturelle Themen sichtbar und zugänglich. „Die animierten Kurzfilme „Baukultur erklärt…“ setzen Impulse für sinnvolle Bauplanung und -umsetzung – mit dem Ziel, sie gesellschaftlich wirksam zu machen. Beleuchtet werden Schwerpunktthemen wie das energetische Sanieren, die vielseitigen Möglichkeiten der Innenentwicklung und der Kreislauf des Betreibens und Bewirtschaftens von Bauvorhaben.“ Sehr gerne unterstützt die Landesinitiative +Baukultur in Hessen die Verbreitung der anschaulichen Clips. (Grafik: Bundesstiftung Baukultur)

Link zu den Filmen auf den Seiten der Bundesstiftung Baukultur

Im Zuge der Preisverleihung am 13. Februar 2020 hat Dr. Martin Worms, Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Finanzen, vier Projekte mit der Plakette der Landesinitiative +Baukultur in Hessen ausgezeichnet und eine Anerkennung vergeben. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben. Das fünfte Auszeichnungsverfahren in der Reihe ZUSAMMEN GEBAUT der Landesinitiative +Baukultur in Hessen widmete sich den Zukunftschancen der ländlich geprägten Räume. Ortsteile, Dörfer und Kleinstädte sollen als attraktive und lebendige Lebensräume erhalten bleiben beziehungsweise weiterentwickelt werden.

Die Jury zeichnete zwei Projekte mit einem ersten Preis (je 3.000 Euro) aus: Den Bauherren der Alten Schmiede in Kalbach-Uttrichshausen gelang eine vorbildliche Sanierung eines Fachwerkensembles an zentraler Stelle im Ort. Gleichzeitig entstand eine beispielhafte Nutzungsmischung in beiden Gebäudeteilen. Ein weiterer erster Preis ging nach Niederbrechen. Dort kauft die Gemeinde leerstehende Gebäude, um diese mit einem Sanierungskonzept wieder zu veräußern. Nach und nach wurde so der alte Ortskern saniert, neue Nutzungen und Bewohner haben Einzug gehalten. Ehrenamtlich unterstützt ein ortsansässiges Architekturbüro diesen Prozess. Der zweite Preis (2.000 Euro) ging an den Amanahof in Amöneburg, der dritte Preis (1.500 Euro) an das Fachwerkmusterhaus Wohnen in Wanfried und die Anerkennung (500 Euro) an das Freiraumprojekt Ortsmitte Philippsthal.

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Foto: Boris Borm

Im Rahmen des Wettbewerbs Bau- und Gartenkultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal wurden bereits im August 2019 vorbildlich umgesetzte Projekte ausgezeichnet. Elf Projekte in drei Kategorien wurden prämiert, zwei erste Preise gingen nach Hessen.

Der Landschaftspark Niederwald oberhalb der Weinberge des Rheingaus bildet den Eingang zum UNESCO Welterbe „Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal“. Der hier eingebettete „Ostein’sche Niederwald“ ist eine der ersten romantischen Parkanlagen Deutschlands. Zum 250-jährigen Bestehen wurde der Park in seiner Ursprungsform wiederhergestellt und durch das Besucherinformationszentrum ergänzt. Beide Projekte erhielten jeweils einen ersten Preis!

Wir gratulieren dem Bauherren, der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und den Planern Die Landschaftsarchitekten, Wiesbaden (Ostein’scher Park) und grabowski.spork Architekten, Wiesbaden (Besucherzentrum) sowie allen Beteiligten sehr herzlich!

 

Foto: Thomas Frey, Niederwerth

Drei Frauen aus Hessen sind für ihr Engagement für gutes Bauen ausgezeichnet worden bzw. in verantwortungsvolle Ämter gewählt worden:

Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Die Auszeichnung würdigt das herausragende ehrenamtliche Engagement, mit dem sich die Architektin aus Kassel für den Berufsstand der Architekten und Stadtplaner und das Gemeinwohl verdient gemacht hat.

Der Bundesvorstand des Bundes Deutscher Architekten BDA hatte am 13. September 2019 in Dortmund die Architektin Susanne Wartzeck aus Dipperz zur Präsidentin gewählt. Der BDA vertritt rund 5000 freischaffende ArchitektInnen und setzt sich für die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt ein.

Der Bund Deutscher Innenarchitekten bdia wählte Pia A. Döll zur neuen bdia Präsidentin. Pia A. Döll studierte an der Hochschule Darmstadt und arbeitet seit 2001 als selbständige Innenarchitektin in Frankfurt am Main. Der bdia verabschiedete gleichzeitig die Weimarer Erklärung, ein Appell für mehr Klimaschutz beim Bau. Regionale Produktkreisläufe und die Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Materialien bei Nachverdichtung, Umbau oder Umnutzung gelte es demnach besonders zu beachten.

Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen erfolgreiches Wirken!

 

Foto: Konstantin Gastmann

 

Die Preisverleihung zum fünften Auszeichnungsverfahren in der Reihe ZUSAMMEN GEBAUT findet am 13. Februar 2020 im Hessischen Ministerium der Finanzen in Wiesbaden statt. Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms wird die Preise von insgesamt 10.000 Euro sowie die Hessische Baukultur-Plakette überreichen.

Informationen und Anmeldung unter https://www.baukultur-hessen.de/portfolio-item/2019/. Anmeldeschluss ist der 05. Februar 2020.

Fotos (c) Alte Schmiede: Walter M. Rammler, Fulda; Ortskern Niederbrechen: Architekturbüro Dreier, Niederbrechen und Horst Goebel, Hünstetten

 

 

Ausstellung im Stadtentwicklungsdezernat

Konzeptverfahren für die Grundstücksvergabe können ein hervorragendes Instrument sein, um lebendige, gemischte Quartiere in hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität zu entwickeln. Bei den Konzeptverfahren wird nicht nach Höchstpreis vergeben, sondern nach dem besten Konzept.

Ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) untersuchte im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) die Frage, inwieweit Konzeptverfahren die Baukultur im Quartier beeinflussen. Die Ausstellung zeigt zehn beispielhafte Verfahren aus ganz Deutschland.

Das Stadtentwicklungsdezernat der Landeshauptstadt Wiesbaden in Kooperation mit dem Wiesbadener Architekturzentrum e.V., der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen sowie der Landesinitiative +Baukultur in Hessen lädt Sie herzlich ein zur Ausstellungseröffnung.

Datum: 11. September 2019, 18.30 Uhr, im Anschluss ist die Ausstellung bis einschl. zum 25.09.2019 zu besichtigen

Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. von 8 bis 16 Uhr, Mi. von 8 bis 18 Uhr, Fr. von 8 bis 12 Uhr

Ort: Foyer im Stadtentwicklungsdezernat Wiesbaden, Gustav-Stresemann-Ring 15, 65189 Wiesbaden, Gebäude B

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Wiederherstellung Osteion’scher Park und Besucherzentrum in Rüdesheim…

Im Rahmen des Wettbewerbs Bau- und Gartenkultur im Welterbe Oberes Mittelrheintal hatten die Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen aus Rheinland-Pfalz und der SGD Nord-Präsident Dr. Kleemann, am 15. August 2019 vorbildlich umgesetzte Projekte ausgezeichnet. Bei der feierlichen Veranstaltung im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein, wurden insgesamt elf Projekte in drei Kategorien prämiert.

Der Landschaftspark Niederwald oberhalb der Weinberge des Rheingaus bildet den Eingang zum UNESCO Welterbe „Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal“. Der hier eingebettete „Ostein’sche Park“ ist eine der ersten romantischen Parkanlagen Deutschlands. Zum 250-jährigen Bestehen wurde der Park in seiner Ursprungsform wiederhergestellt und durch das Besucherinformationszentrum ergänzt. Beide Projekte erhielten jeweils einen ersten Preis!

Wir gratulieren dem Bauherren, der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und den Planern Die Landschaftsarchitekten, Wiesbaden (Ostein’scher Park) und grabowski.spork Architekten, Wiesbaden (Besucherzentrum) sowie allen Beteiligten sehr herzlich!

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„Zukunft im ländlichen Raum“ ist das Thema des Auszeichnungsverfahrens der Landesinitiative +Baukultur in Hessen in der Reihe ZUSAMMEN GEBAUT. Ziel ist es, Beispiele aktueller und beispielhafter Neu- oder Umbauten in den ländlich geprägten Regionen Hessens zu prämieren und einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Machen Sie mit! Eine Fachjury ermittelt die besten Beiträge und vergibt die Plakette der Landesinitiative sowie insgesamt 10.000 Euro Preisgeld. Die Sieger werden Anfang 2020 öffentlich prämiert und in einer Dokumentation publiziert.

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Anlässlich des Bauhausjubiläums richten drei Frankfurter Museen Sonderausstellungen zu den avantgardistischen Projekten des Wohnungsbaus und der Siedlungsentwicklung in den 1920er Jahren aus. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellungen:

19.01.-14.04.2019 Museum für angewandte Kunst

23.03.-18.08.2019 Deutsches Architekturmuseum

16.05.-15.09.2019 Historisches Museum Frankfurt

Das neu gegründete „Forum Neues Frankfurt“ vernetzt die drei Museen mit der ernst-may-gesellschaft und der Martin-Elsässer-Stiftung.
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Nach einer ersten Studie aus dem Jahr 2016, in der die Aufstockungspotentiale vorhandener Wohngebäude analysiert wurden, liegt nun eine neue Studie vor: Die TU Darmstadt, Fachgebiet Tragwerksentwicklung hat gemeinsam mit dem Pestel Institut Wohnraumpotentiale insbesondere bei Büro- und Geschäftshäusern, eingeschossigen Discountern mit ihren Parkplätzen, öffentlichen Verwaltungsgebäuden oder innerstädtische Parkhäusern untersucht. In der Vermeidung zusätzlicher Versiegelung von Flächen und der Nutzung vorhandener Infrastruktur liegen gute Möglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung, wenn auch im Hinblick auf Architektur und Baukultur überzeugende und bezahlbare Lösungen für diese Wohnraumpotentiale gefunden werden. Die Studie zeigt hierfür gute Beispiele u.a. aus Kassel und Frankfurt auf. Darmstadt ist eine von drei repräsentativ untersuchten Städten.

Die Studie „Wohnraum-Potenziale in urbanen Lagen – Aufstockung und Umnutzung von Nicht-Wohngebäuden“ finden Sie hier.