Demografische Entwicklung, Globalisierung und Klimawandel sind die großen Herausforderungen, welche auch in den historischen Fachwerkstädten zu bewältigen sind. Hinzu treten die Folgen der COVID-19 Pandemie, die einschneidende Veränderungen durch Digitalisierung des Einzelhandels, Homeoffice und Freitzeitverhalten erwarten lassen. Für Fachwerkstädte mit ihrer historischen Bausubstanz gilt dies in besonderer Weise, gerade wenn sie eher strukturschwächeren Regionen angehören. Die seit 2009 in einem dreijährigen Turnus stattfindenden Fachwerktriennalen präsentieren praktische Lösungsansätze mit bundesweiter Aufmerksamkeit.
Am 09.05.2022 findet die Auftaktveranstaltung der Fachwerk Triennale 22 in der Stadthalle (Jahnstraße 14) in Alsfeld statt.

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Machen Sie jetzt mit und bewerben sich bis 14. April 2022. Das Land Hessen lobt 100.000 € für kreative, grüne und nachhaltige Fassadengestaltungen aus.

Raum ist ein rares und begehrtes Gut in unseren Städten. Beim Thema Flächennutzung denken die meisten erstmal in der Horizontalen. Mit dem neuen Landeswettbewerbs „Alles nur Fassade?“ wird der Blick nach oben gelenkt, weg von Grund und Boden hin zu dem Element, das Raum eingrenzt und damit erst entstehen lässt: Wände.

Ihre Potenziale erscheinen unendlich. Als Gesichter der Gebäude prägen Sie das Erscheinungsbild unserer Städte und Gemeinden. Darüber hinaus bieten sie Fläche für mehr Stadtgrün und regenerative Energiegewinnung. Im Rahmen des Landeswettbewerbs werden kreative und innovative Projektskizzen zur Umsetzung von Fassadengestaltungen gesucht.

Der Wettbewerb bietet allen Künstler:innen, (Landschafts-)Architekt:innen, Planer:innen sowie sonstigen Akteuren der Kunst- und Kreativszene eine riesige Spielwiese, um ihre Ideen zur Verschönerung kommunaler Lebensräume zu verwirklichen. Nutzen Sie die Chance und zeigen, dass die Wand mehr als nur eine Fassade ist, erwecken Sie diese zum Leben, erzählen Sie eine Geschichte und prägen damit das Bild einer oder sogar Ihrer Kommune.

Die Wettbewerbsergebnisse werden in einer Broschüre publiziert, eine Preisverleihung ist für den Sommer 2022 vorgesehen.

Hier geht es zum Wettbewerb: https://www.baukultur-hessen.de/portfolio-item/2022/

Das Land Hessen lobt zum 3. Mal den „Hessischen Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau“ aus.
Gesucht werden Projekte, die im Gebäudebestand, der bisher nicht zu Wohnzwecken genutzt wurde, für zusätzlichen Wohnraum sorgen. Der Preis ist mit 75.000 Euro Preisgeld ausgestattet. Eingereicht werden können – unabhängig ob in der Stadt, in der Peripherie oder im ländlichen Raum gelegen – seit 2015 in Hessen realisierte oder aktuell geplante Projekte, in denen z.B. Bürogebäude, gewerbliche Gebäude, Kaufhäuser, Sonderbauten wie Kirchen oder Parkhäuser oder auch ursprünglich landwirtschaftliche Gebäude für Wohnzwecke umgewandelt werden. In den Projekten müssen mindestens zwei Wohneinheiten geschaffen worden oder geplant sein.
Besonders willkommen sind dabei Projekte, die einen kreativen Umgang mit bestehender Gebäudesubstanz in gestalterischer Hinsicht aufweisen. Dies bezieht sich ebenso auf die Wiedernutzung vorhandener bzw. recycelter Materialien und Bauteile oder auf nachhaltige Energie- oder Mobilitätskonzepte ferner auf besondere soziale Konzepte.
Bewerben können sich bis zum 25. Februar 2022 Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten, Projektinitiativen, Vereine, Kommunen u.a.

Auslobungstext und Bewerbungsunterlagen finden Sie hier

Nachhaltigkeit gewinnt: Preisträgerinnen und Preisträger demonstrieren In­no­vationskraft des Berufs­stands

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Vor­bild­lichen Bauten im Land Hessen 2020 wurden am 19. November 2021 ausgezeichnet. Nachhaltigkeit war beim Preis für Architektur und Städtebau das beherrschende Thema. Das Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen, und die Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen (AKH) würdigten die Preisträgerinnen und Preisträger mit fünf Aus­zeich­nungen und sieben Anerkennungen in den Kategorien Bauen im Bestand, Neubau, Freiraum- und Landschaftsplanung sowie Quartiersplanung und Stadtentwicklung. Die Projekte der Preisträgerinnen und Preisträger und die Shortlist-Nominierungen sind als erste Zwischenbilanz Hessens auf dem Weg zu nach­haltigem Planen und Bauen zu sehen. Dabei geht es um das Erreichen der Klima­schutzziele und einer konsequenten Kreislaufwirtschaft im Bausektor.

Das Fotos zeigt ein innerstädtische Nachverdichtung mit Wohnungsbau vom Büro Baur & Latsch, einem der Preisträger.

Alle Preisträger, Anerkennungen und Nominierungen

Foto: HA Hessen Agentur GmbH

Am Freitag, 19. November 2021, wird der Preis für Architektur und Städtebau in vier Preiskategorien durch das Land Hessen und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen verliehen.
Die Preisträger*innen in vier Preiskategorien werden im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung, per live-stream aus dem Jagdschloss Platte Wiesbaden ausgezeichnet. Zudem wird die zweibändige Dokumentation Sustainability Paper 1/Agenda und 2/Projekte vorgestellt.
Die Keynote Speech hält Prof. Dr. Harald Welzer, Soziologe und Direktor der FUTURZWEI Stiftung Zukunftsfähigkeit.

Beginn 15.30 Uhr / Ende ca. 20 Uhr

Mehr Informationen

Foto: nominierter Neubau am Peterskirchhof, Frank­furt am Main, Architekt*innen: NKBAK, Frank­furt am Main; Bauherr*innen: Stylepark AG, Frank­furt am Main
Quelle: HA

Am Freitag, den 15. Oktober 2021 verlieh die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur DGGL in Hessen den Garten-Oskar 2021 im Schloss Biebrich in Wiesbaden. Staatssekretär Oliver Conz (Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) überreichte die Auszeichnung an Professor Jürgen Weidinger und sein Team. Das Berliner Büro hatte den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb zur Konzeption des Parks 2002 gewonnen. Inzwischen ist der Park realisiert und wird im Stadtteil Riedberg sehr gut angenommen. Wichtige Elemente des Kätcheslachparks sind die Freihaltung der Kaltluftschneise entlang der Kätcheslache, das Regenrückhaltesystem, das dafür sorgt, dass das im Stadtteil anfallende Regenwasser nur gedrosselt in den Kalbach gelangt und natürlich die weiten Wiesenflächen, Baumpflanzungen, Wege und Sitzgelegenheiten. Der Park passt sich der Topographie an und bildet einen Übergang vom bebauten Stadtteil in die Landschaft.

Link zur Informationsseite der Stadt Frankfurt am Main
Link zur DGGL Hessen

Abbildung: Wettbewerbsbeitrag 2002, Weidinger Landschaftsarchitekten / FEH

Alle Vorträge des vierten TAGES DER BAUKULTUR vom 16. Juli aus Fritzlar sind nun online abrufbar.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, die Veranstaltung nochmals zu erleben – ggf. auch zum ersten Mal. Die Beiträge drehen sich rund um das Thema Innenstadt und Baukultur in Klein- und Mittelstädten in Hessen. Als Einstieg empfehlen wir den Kurzfilm zu unserem Veranstaltungsort: Fritzlar – ein kleiner Überblick im Film.

Alle Beiträge finden Sie hier.

Das UNESCO-Welterbekomitee kam vom 16. bis 31. Juli 2021 online zusammen, um über Einschreibungen neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste zu diskutieren. Die Sitzung endete erfolgreich für Deutschland, denn fünf neue Welterbestätten wurden Deutschland zugesprochen. Neben den „Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes“, den „SchUM-Stätten“, den „Grenzen des Römischen Reiches – Niedergermanischer Limes“, „Bedeutende Kurstädte Europas“ mit Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems konnte sich auch eine hessische Kulturstätte freuen.

Seit dem 24. Juli 2021 trägt die Mathildenhöhe in Darmstadt den Titel UNESCO-Welterbe. Die Mathildenhöhe galt als internationaler Mittelpunkt der modernen Kunst und Architektur von 1901 bis 1914. Insgesamt 23 Mitglieder der Künstlerkolonie experimentierten, arbeiteten und lebten dort. Die Mathildenhöhe zeichnet sich durch den Kontrast reicher Jugendstil-Ornamentik und vereinfachter Fassaden aus. Überragt wird das Ensembles der Mathildenhöhe vom Hochzeitsturm des Architekten Joseph Maria Olbrich. Der Turm weist erstmals ein über Eck laufendes Fensterband vor. Neben dem Hochzeitsturm befindet sich die prunkvolle „Russische Kapelle“, die schon Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Architekt Leontij Benuas entwarf diese für die Zarenfamilie.

Weitere Informationen von UNESCO finden Sie hier und zu aktuellen Ausstellungen im Museum Künstlerkolonie hier.

 

Foto: HA Hessen Agentur GmbH

Die Landesinitiative +Baukultur in Hessen lädt Sie recht herzlich für Freitag, den 16. Juli 2021 zum vierten hessischen Tag der Baukultur ein.

In Gesprächsrunden, Vorträgen und fachlichen Inputs diskutieren wir Perspektiven und Ideen für die Zentren von Klein- und Mittelstädten und natürlich die Frage, warum Baukultur ein Schlüssel für lebendige Innenstädte sein kann.

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